»Liebe« gehört wohl kaum zu den einheimischen Begriffen der Bildungs- und Erziehungstheorie. Es scheinen eher Spannungsfelder und Gegensätze das Verhältnis zwischen Pädagogik und Liebe seit ihrer neuzeitlichen Ausformung zu bestimmen: Rationalität statt Emotionalität, vernunftbasierte Sittlichkeit statt romantisch-ästhetischer Sentimentalität, formale Arbeitsbündnisse statt sorgender Zuwendung, Erkenntnistätigkeit statt Liebe. Gleichwohl scheint es ebenso dringlich wie bedeutsam, den vielfältigen Referenzen auf Liebe in der pädagogischen Theorie nachzugehen, ihre Verflechtungen mit modernen Geschlechterverhältnissen zu beleuchten und die mit Liebe und Eros verbundenen Problemstellungen für pädagogische Theorie und Praxis zu diskutieren. Dieser Band versammelt bildungsphilosophische und geschlechtertheoretische Beiträge, die dazu anregen, den spannungsreichen und ambivalenten Bezügen auf Liebe in pädagogischen Kontexten nachzugehen, und diese zum Ausgangspunkt einer gemeinsamen Diskussion werden lässt.
© 2026 Juventa Verlag (E-bog): 9783779992417
Udgivelsesdato
E-bog: 22. oktober 2026